Tozawa Kei - der nicht existierende Junge


Heute ist der 19. April. Es sind schon
einige Tage vergangen und ich habe mich in der Klasse sehr eingelebt.
Noch immer ist es verwunderlich, dass dieser Junge die letzten Tage
nicht aufgetaucht ist. Er war nicht in einmal im Unterricht gewesen
oder hatte sich blicken lassen. Eigentlich sollte ich am Ersten Tag
eine Namensliste bekommen, jedoch hatte ich diese auch nicht
bekommen. Das stört mich auch nicht sonderlich, denn wenn keiner
meint er könnte ihn nicht sehen, würde er ja auch nicht auf der
Liste stehen. Ich glaube nicht daran, dass dieser Junge nicht
existiert. An Geister glaube ich nicht. Vielleicht sehe ich ihn ja
Morgen wieder. Es ist zwar Wochenende, aber alle Schüler sollen ein
Fest vorbereiten, wo die ganze Stadt eingeladen wird. Da müsste der
Junge ja auch da sein. Er ist bestimmt Schüler dieser Schule und
gehört auch der Klasse an. Da bin ich mir vollkommen sicher.
Eigenartig ist, dass ich noch immer nichts über diese Regeln gehört
hab. Auch wollte mir keiner etwas genaueres sagen. Immer bekomme ich
nur zu hören: „Es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt. Wenn
Tachibana-kun da ist, wird er dir alles erklären.“ Es regt mich
auf, dass alle auf großes Geheimnis tun und meinen ich sollte mich
unbedingt an diese Regeln halten. Doch wie soll ich das tun, wenn ich
nicht einmal weiß wie diese sind. Und eigentlich kann ich gar nicht
mehr bis zum Montag warten, wo dieser Mitschüler wieder kommt.




Samstag. Der 20. April.




Diesen Tag werde ich bestimmt nie
vergessen, es war der Erste Tag, wo ich einen Schritt den
Geheimnissen näher kam. Es hatte geregnet, deswegen waren auch
überall Nasse Spuren zu erkennen. Unsere Klasse wollte ein Café
machen, wo wir Kuchen und auch Tee, sowie Kaffee und andere Sachen
anbieten. Wir alle dekorierten zusammen, jedoch war dieser Mysteriöse
Junge schon wieder nicht da. Wobei für alle Anwesenheitspflicht
bestand. Ich war gerade dabei den Verkaufsstand zu bemalen mit einer
Mitschülerin die neben mir saß und mich unterstützt. Sie gab mir
die ganzen Schulsachen die ich brauchte und half mir immer aus, wenn
ich mal nicht wusste wo ich hin sollte. Jedoch bat mich die
Klassensprecherin Watanabe-san das ich Bücher aus der Bibliothek
suche. Wir machen jedes Jahr fast das gleiche und die Bücher die die
Vorgänger mal gekauft hatten, wurden in die Schulbibliothek
gebracht. Also machte ich mich auf zur Schulbibliothek und betrat
diesen Raum. Alles war ruhig und es schien keiner da zu sein. So ging
ich in ruhe durch die mehreren Regale und suchte die Bücher raus.
Als ich jedoch gehen wollte, sah ich ihn.




Ich stand eine weile regungslos da und
blickte diesen Jungen an. Der Junge den die anderen nicht sehen
können. Er hatte grüne Augen und Feuerrote Haare, sein Blick war
kühl und er blätterte durch ein Buch. Es war glaub ich ein Buch wo
alle Abschlussklassen darin standen. Langsam näherte ich mich den
Tisch, an den er saß. In meinen Händen die drei Bücher die
Watanabe-san benötigte und blickte ihn eine weile schweigend an. Bis
ich zu ihn sprach....




„Wer bist du?“ Fragte ich leise und
blickte ihn an. Jedoch reagierte er nicht. Er blätterte weiter durch
das Buch und blickte die Klassenlisten durch. Warum schien er mich
nicht wahr zu nehmen? Ich wusste nicht. Damit er mich endlich
wahrnahm, knallte ich die Bücher mit voller Wucht auf den Tisch wo
er saß und blickte ihn ernst an und wiederholte meine Frage nochmal
lauter. „Wer bist du?!“ Diesmal blickte er auf und blickte mich
kühl mit seinen grünen Augen an. „Du sollst nicht mit mir
sprechen.... Wenn du weiter machst, passiert nur ein Unheil und du
bringst alle anderen in Gefahr.“ Meinte dieser ruhig und wandte
sich wieder seinen Buch zu. Ich wusste nicht warum er so abweisend
war. Warum er alles verschwieg wie die anderen. „ICH HATTE GEFRAGT
WER DU BIST?!“ Sagte ich diesmal lauter und knallte meine Hände
auf den Tisch und hatte mich dabei zu ihn gebeugt. „Wenn ich es dir
sage... Sprichst du mich dann nie wieder an Sakakibara-chan. Mein
Name ist Tozawa Kei.“ Meinte er ruhig und blickte mich dabei an.
Als ich gerade ihn noch etwas fragen wollte klingelte mein
Handy. Ich
behielt ihn im Auge und zückte mein Handy. Ich nahm den Anruf an.




„Mokuna? Hast du die Bücher?“
Fragte eine bekannte Stimme über mein Handy. Es war Sanjo, dass
Mädchen was neben mir sitzt. „Ja hab ich Sanjo. Ich habe gerade
Tozawa-kun getroffen.“ Meinte ich ruhig, dann war kurz Stille und
Sanjo sprach ganz leise. „Sakakibara-san...“ Fing sie höflich an
und sie schluckte kurz. „Spreche nicht mit Personen die nicht
existieren....“ Danach legte sie auf und ich blickte verwirrt
drein. Kei stand in der weile auf und ging nach draußen. Sofort
reagierte ich und ging ihn nach, steckte dabei mein Handy ein und
packte ihn auf den Flur am Arm. „Tozawa-kun. Was ist hier bitte los
und warum sagte Sanjo das du nicht existierst?!“ Fragte ich ernst
und blickte ihn an. Ich wusste jetzt schon, dass er schlecht ein
Geist sein kann, denn ich konnte ihn festhalten. Ihn berühren und
die Wärme von seinen Körper spüren. „Ich sagte doch, du sollst
nicht mit mir sprechen Sakakibara-chan. Akzeptiere es einfach....“
Meinte er ruhig und ich hörte schon wie einer die Treppe schneller
runter ging und zu uns eilte. Ich blickte zu der Person. Es war
Sanjo. „Mokuna! Kümmre dich nicht um Personen die nicht
existieren!“ Meinte Sanjo ernst und blickte mich wütend an. „Ich
habe keine Lust auf diese Spielchen Sanjo. Sag was los ist! Ich bin
die einzige Person die durch das große Geheimnis für dumm verkauft
wird!“ Antwortete ich ihr. Sanjo kam gerade auf uns zu, langsam und
behutsam. „Das kann ich dir nicht sagen. Und es ist kein Spiel, es
geht um unser Leben.... Versteh es bitte...“ Sagte Sanjo diesmal
ruhig und blickte in meine Augen. „Ich will aber gern wissen was es
damit auf sich hat. Und Tozawa-kun existiert!“ In diesen Moment
lockerte sich das eine Ende der Lampe im Flur. Es war so eine Lange
Stange. Ich weiß nicht wie die heißen. Auf jedenfall war eine Röhre
darin. Gerade wollte Sanjo was sagen, als das eine Ende gegen den
Kopf von Sanjo prallte und eine offene Wunde erzeugte. Die Röhre ist
dabei auch aufgeplatzt. Sanjo wollte sich an der Röhre festhalten,
dabei trat sie mit einen Fuß zur Seite und erwischte eine Nasse
stelle. Ich weiß nur noch, dass sie dann auf den Boden lag und die
Röhre vollkommen zerplatzt war und die Splitter in ihren Gesicht
waren. Sie blutete im Gesicht und am Hinterkopf. Man sah schon ein
größer gewordenes Blutfleck und ihre Augen standen offen. Sie
bewegte sich nicht. Ich lies dabei Kei los und vernahm seine Stimme
die beim weg gehen meinte. „Es hat begonnen....“




Das einzige was ich noch vernommen
hatte, war das ein Lehrer kam und ein paar Mitschüler von mir. Sanjo
war tot. Ich blickte die ganze Zeit auf Sanjo, die regungslos auf den
Boden lag. Bis mich ein Lehrer weg zog und mich befragte. Natürlich
hatte ich alles gesagt. Also was passiert war.




Am späten Nachmittag bin ich dann nach
Hause gegangen. Nach einer halben Stunde war ich zu Hause angekommen
und sprach mit meiner Mutter Mei darüber. Über das was mit Sanjo
passiert war. „Das so etwas an einer Schule passiert... Solche
Sachen müssen doch ständig Kontrolliert werden...“ Meinte ich am
Ende nur noch leise zu meiner Mutter. Doch als Antwort von ihr kam
nur. „Es hat begonnen....“ Es waren die gleichen Worte von Kei.
Doch fragte ich meine Mutter nicht aus, da sie mir eh nicht Antworten
wird. Darüber war ich mir sicher.




Diesen Abend lag ich nur noch da und
dachte über diesen Vorfall von heute. Über den tot von Sanjo und
über die Worte von Kei und meiner Mutter. Was hatte begonnen? Hat
das mit den Regeln zu tun? Und warum meinte Sanjo bis zum Schluss,
dass Kei nicht existiert? Irgendwas stimmte nicht, auch wenn das mit
Sanjo passiert war, werde ich nicht locker lassen. Ich bin einen
Schritt schon weiter gekommen. Doch lagen noch viele vor mir.

6.8.13 01:02, kommentieren

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Es gibt immer einen Anfang....

Es ist schon verwunderlich, wie schnell
sich ein Leben einfach so ändern kann. Leider kann man es nicht mehr
ändern, wenn der Stein ins rollen kam. So denke ich mal, dass ich
mich abfinden muss. Mit der neuen Situation, Umgebung und Menschen.
Ich denke mal es ist besser wenn ich es von vorne erzähle.




Mein Name ist Mokuna Sakakibara, ich
bin die Tochter von Kōichi Sakakibara und Mei Sakakibara, und ich
bin 15 Jahre alt. Bis vor einer Woche hatten wir noch in Tokio
gelebt, als jedoch mein Großvater erkrankt war, sind wir extra wegen
ihn nach Yomiyama. Dieser Ort ist zu Tokio kein Vergleich, er ist es
noch nicht einmal Wert. Jedoch will sich mein Vater um ihn kümmern.
Es ist zwar nicht schön hier in den Haus, aber wir können ihn ja
nicht alleine lassen. Eine Woche hatte ich noch Zeit, um mich an die
Umgebung zu gewöhnen, bis ich in die Schule gehen kann.




Als ich meine ganzen Notizen zu Papier
gebracht hatte, war der 15. April. Ein Montag. Eigentlich war es ein
ganz gewöhnlicher Montag, jedoch wirkten meine Eltern seit den
Besuch meiner neuen
Mitschüler irgendwie anders. Eigentlich sind für
Jugendliche meines Alters die Eltern immer eigenartig, deswegen hatte
ich mich nicht wirklich darum gekümmert.




Früh am Morgen machte ich mich auf den
Weg zu meiner neuen Schule und zu meiner neuen Klasse. Eigentlich
hatte ich seit den Besuch meiner neuen Mitschüler ein gutes Gefühl,
und ich hoffe es wird auch so bleiben. Ich Besuche die gleiche Schule
wie meine Eltern, wo sie sich kennengelernt hatten und bin auch noch
in der selben Klasse. Es handelt sich um die Yomiyama-Mittelschule
und ich gehe in die 9-c.




Gerade betrat ich den Schulhof, da
hatte mich schon mein neuer Klassenlehrer begrüßt. Sein Name war
Umehara Kuruko. Wir waren gerade auf den weg zum Klassenzimmer und
unterhielten uns, jedoch passte mir etwas nicht. Und zwar das
Gesprächsthema. Er sagte: "Ich muss dich dringend darum bitten,
dass du die Klassenregeln befolgst." Zwar sagte er dies in einen
ruhigen Ton, jedoch sagten das meine Eltern einige Tage auch zuvor.
Irgendwas stimme da nicht, ich wusste zwar noch nicht was, aber ich
denke das ich dies bald erfahren werde. Kurz danach standen wir auch
schon vor den Klassenzimmer und betraten es auch zusammen. Alle sahen
ziemlich normal aus, außer eine Person. Der Junge saß am äußersten
Platz. Alleine. In der letzten Reihe. Jedoch blickte ich dann schnell
in die ganze Klasse und stellte mich vor. Ich bekam mitten im Raum
einen Platz zugeteilt.




Der Unterricht im allgemeinen verlief
ruhig und normal. Die Schüler waren auch nett zu mir, unterhielten
sich normal mit mir, als wenn ich schon ewig da gewesen wäre. Es war
gerade eine längere Pause und viele Mitschüler von mir standen um
mich herum, jedoch musste ich wieder zu den Platz blicken. Da wo der
Junge saß. Und da konnte ich nicht einfach still schweigen. "Sagt
mal...", fing ich an zu sprechen und blickte zu den leeren
Platz. "Wer ist eigentlich der Junge der da vorhin gesessen
hatte? Er war die ganze Zeit alleine..." Jedoch blickten mich
meine Mitschüler verwirrt an. "Sakakibara-chan, da hinten sitzt
keiner. Da saß noch nie einer." Meinte ein anderer Junge zu mir
ernst. Ich blickte ihn verwirrt an und dann wieder zum Platz. Ich
kann mir doch nicht einbilden, dass irgendeine Person da sitzt. Ich
bin ja nicht verrückt. Jedoch kam ich mir langsam so vor, da jeder
meinte das der Platz dort frei ist.




In den letzten beiden
Unterrichtsstunden hatte ich dann Sportunterricht und saß auf der
Bank. Ich konnte nicht mit machen, da ich mir vor einigen Wochen
einen Bänderriss zugezogen hatte. Jedoch saß ich nicht alleine da,
denn ein anderer Mitschüler hatte sich erst vor kurzen den linken
Arm gebrochen. Wir unterhielten uns, jedoch fühlte ich mich noch so
beobachtet. Von der Seite erkannte ich, dass dieser Junge wieder da
stand. Er war ziemlich weit entfernt und beobachtete die anderen
Mitschüler. Mir war nicht aufgefallen, dass er nicht beim Sport da
war. Eigentlich war das eigenartig für mich, da ich eigentlich immer
jeden im Blick hatte. Jedoch schien er so unsichtbar. Mein Mitschüler
musste gerade beim Sprinten Zeit stoppen, so ging ich zu ihn und
sprach ihn an. "Hey...." Meinte ich leise und blickte ihn
an. Eine ganze weile schwieg er mich an und beobachtete die
Mitschüler. Doch dann antwortete eher. "Sprich mich nicht an,
sonst wird dir noch ein Unheil passieren." Seine Antwort war
ziemlich kühl und direkt. Doch warum sollte ich mit den nicht reden,
und wieso sollte ein Unheil passieren, wenn ich mit ihn spreche. Es
ist doch nur eine Unterhaltung. Als ich wieder ansetzen wollte zu
sprechen, drehte er sich einfach weg und ging. "Sakakiraba-san!"
Rief der Lehrer. Sofort drehte ich mich um. "Kannst du bitte mal
die Rechen bringen? Wir machen gleich Hochsprung." Meinte der
Lehrer nur. Ich nickte einfach nur und blickte nochmal zu den Jungen,
jedoch war er weg. Wer war dieser Junge nur, und wieso meinte jeder
das es ihn nicht gibt. Ich kann mir das ja nicht einbilden. Außerdem
was hat das mit diesen Regeln auf sich? Ich verwarf diesen Gedanken
und kümmerte mich um die Sachen. Schnell vergingen auch diese
Stunden und ich machte mich nach Hause. Zwar wirkte ich zu meinen
Eltern ziemlich normal, jedoch kreisten mir immer noch dieser Junge
und die Klasse in meinen Kopf rum. An den Tag fragte ich mich
wirklich ob ich verrückt bin oder nicht. Jedoch werde ich bald mehr
erfahren. Das hoffe ich zu mindestens.

6.8.13 01:00, kommentieren